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60 JAHRE VNG

In diesem Jahr begeht VNG ein großes Jubiläum: Wir werden 60 Jahre alt. VNG hat in den vergangenen 60 Jahren gezeigt, dass es für Erfolg, Beständigkeit, Vertrauen und Verlässlichkeit steht. Das ist ein starkes Fundament und darauf lässt sich für die Zukunft aufbauen.

Als zentrale Informationsplattform für das 60-jährige Jubiläum von VNG steht diese Website bereit. Informieren Sie sich über die wichtigsten historischen Ereignisse, persönlichen Geschichten, Aktionen und Veranstaltungen.

AKTUELLES

02.07.2018 - Gratulation zum 60. Firmenjubiläum

27.06.2018 - VNGler trotzen Wind und Regenwetter

Rund 600 Mitarbeiter der VNG-Gruppe haben am Wochenende das 8. VNG-Familiensportfest ausgetragen.

Medaillen und Pokale in Einzel- und Mannschaftswertungen wurden in den 7 Disziplinen Laufen, Dreikampf, Tischtennis, Fußball, Tauziehen, Volleyball und Bogenschießen vergeben.

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60 Jahre VNG: Eine kurze Zeitreise

1958

GRÜNDUNG

Der Vorläufer der VNG, die Technische Leitung Ferngas (TLFG), wird am 1. Juli 1958 in Leipzig gegründet.

1973

ERSTE ERDGASLIEFERUNG

Am 1. Mai 1973 strömt erstmals russisches Erdgas über die Grenze nach Ostdeutschland: Der „Anlandepunkt“ Sayda im Erzgebirge gehörte damals zum VNG-Leitungsnetz und ist heute eine Verdicht- erstation der ONTRAS Gastransport GmbH.

1990

UMWANDLUNG IN AKTIENGESELLSCHAFT

Zwei Tage vor Inkrafttreten der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion wird am 29. Juni 1990 der VEB Verbundnetz Gas in die VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft um- gewandelt. Für VNG markiert das Datum den Einstieg in die Marktwirtschaft.

1992

ANBINDUNG WESTEUROPA

Anschluss des VNG- Netzes an das west- deutsche Erdgas- Verbundsystem bei Vitzeroda an der thüringisch-hessischen Grenze. Mit Beginn der Erdgaslieferungen der Ruhrgas AG strömt erstmals Erdgas aus Westeuropa nach Ostdeutschland.

1993/1994

GROSSHANDELSABKOMMEN

VNG schließt Gashandelsabkommen mit norwegischen und russischen Produzenten ab.

1995

LETZTE STADTGASFLAMME

Mit dem Erlöschen der letzten Stadtgasflamme in Leipzig schließt VNG gemeinsam mit Partnern die Umstellung von Stadtgas auf Erdgas ab. Damit einher ging eine erste Energiewende in Ostdeutschland, in der die CO2-Emissionen innerhalb von zehn Jahren um 50 Prozent sanken.

2006

GRÜNDUNG VNG NORGE

Mit der Gründung der VNG Norge AS stellt VNG die Weichen für das E&P-Geschäft.

2006

GRÜNDUNG ONTRAS

Zum 1. Januar gründet VNG die ONTRAS VNG Gastransport GmbH (später umfimiert in ONTRAS Gastransport GmbH). Dies war aufgrund der Forderungen des Energiewirtschaftsgesetzes nach einer vollständigen gesellschaftsrechtlichen Trennung von Gashandel und -transport nötig.

2009

VNG WIRD ERDGASPRODUZENT

VNG wird Erdgasproduzent in Norwegen. VNG erwirbt sämtliche Aktien an der Endeavour Energy Norge AS (EEN) mit Sitz in Oslo.

2012

GRÜNDUNG VNG GASSPEICHER

VNG gliedert den Speicherbereich aus und gründet die VNG Gasspeicher GmbH.

2013

ERWERB GOLDGAS

VNG übernimmt die goldgas- Gruppe und komplettiert damit ihr Kerngeschäft entlang der Wertschöpfungskette.

2015

VNG INNOVATION

Über die VNG Innovation GmbH investiert VNG in strategische Partnerschaften mit Energie-Start-ups. Schwerpunkte liegen bei Energieeffizienz, Energiespeicherung, Energieumwandlung, Digitalisierung, Mobilität und Nachhaltigkeit.

2016

EINSTIEG ENBW

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG erwirbt die Mehrheit an der VNG AG.

2017

„VNG 2030+“

VNG verabschiedet die neue Konzernstrategie„VNG 2030+“ mit dem Anspruch, Gestalter einer grünen, digitalen und gasbasierten Zukunft zu sein.

2018

INVESTITION ZUKUNFT

Konsequente Umsetzung der Strategie „VNG 2030+“ und verstärkte Investitionstätigkeiten mit Schwerpunkt in den Bereichen E&P und Transport sowie in neue Geschäftsfelder als Basis für nachhaltiges Wachstum und als Wegbereiter in ein zunehmend dekarbonisiertes Energiesystem.

WANDEL GESTALTEN

VNG vom Gaspionier in Ostdeutschland zum Gestalter einer grünen, digitalen und gasbasierten Zukunft

VNG blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Wir haben das ostdeutsche Gasverbundnetz maßgeblich mit aufgebaut, den Sprung in die Marktwirtschaft geschafft, den Umbau der ostdeutschen Energiewirtschaft mitgestaltet und die Liberalisierung im Energiemarkt gemeistert. In den vergangenen 60 Jahren haben wir gezeigt, dass wir für Erfolg, Beständigkeit, Vertrauen und Verlässlichkeit stehen. Das ist ein starkes Fundament, auf dem sich für die Zukunft aufbauen lässt.

Ein Pionier der ostdeutschen Gaswirtschaft

VNG-Vorgänger konzipiert die Gasinfrastruktur in Ostdeutschland

Die Geschichte der VNG beginnt am 1. Juli 1958. An diesem Tag wird der Vorläufer der VNG, die Technische Leitung Ferngas (TLFG) Leipzig, gegründet. Zwar gab es zuvor schon Anfänge einer überregionalen Ferngasversorgung in Ostdeutschland. Doch erst die TLFG konzeptioniert die Ferngasversorgung der DDR und treibt deren Ausbau voran. Das ist eine echte Pionierleistung: Im Fokus stehen nicht nur der Leitungsbau, sondern auch Verdichterstationen und Untergrundgasspeicher. Innerhalb von 10 Jahren wird das Ferngasnetz um rund 2 000 km auf 3700 km erweitert. Zusätzlich wird es auch an das Gaskombinat Schwarze Pumpe und an den ersten Gasspeicher in Ketzin angeschlossen.

Die Gasversorgung in der DDR wurde in den Anfangsjahren ausschließlich über Stadtgas sichergestellt – ein aus Kohlevergasung gewonnenes, brennbares Gas. Duzende kleinere Gaswerke und später auch das große Druckgaswerk Schwarze Pumpe speisten ihre Mengen in die Stadtgas-Fernversorgung ein. Auch wenn heimische Braunkohle für die Stadtgasgewinnung in ausreichenden Mengen vorhanden war, so waren die Produktionskosten doch enorm hoch. Viele technische Schwierigkeiten kamen hinzu. Deshalb wollte die DDR zum einen heimische Erdgasquellen erschließen. Zum anderen verhandelte sie bereits ab Mitte der 1960er Jahre über Öl- und Gaslieferungen aus der Sowjetunion.

Auf Initiative von Fachleuten aus der Gaswirtschaft beschließt die DDR im Jahr 1968 ein „Erdgasprogramm“. Es sah unter anderem den Bau einer Transitleitung für sowjetisches Erdgas, weiteren Leitungen in der DDR und Gasspeichern vor. Im Mai 1968 unterschreiben die DDR und die Sowjetunion einen ersten Erdgasliefervertrag – der Beginn des Erdgaszeitalters in Ostdeutschland. Unvermindert ging auch der Ausbau des Stadtgassystems nach dem bereits von der Technischen Leitung Ferngas vorgezeichnetem Konzept voran.

Aufgrund ihrer Bedeutung für die Energieversorgung der DDR wird am 1. Januar 1969 der VEB Verbundnetz Gas mit Sitz in Leipzig und Berlin gegründet. Damit erhält VNG ihren noch heute bekannten Namen.

In den 1970er Jahren erweitert der VEB Verbundnetz Gas seine Geschäftstätigkeit. Hinzu kommen die untertätige Gasspeicherung, die Erweiterung des Ferngasleitungssystems mit russischem und

deutschem Erdgas (LINK) und eine automatisierte Steuerung von Anlagen. Außerdem wird ein zentrales Dispatching in Böhlitz-Ehrenberg aufgebaut. Damit wandelt sich der VNG-Vorgänger TLFG immer mehr vom reinen Transportbetrieb hin zum Ferngas-Unternehmen. Seit jener steht der Name VNG bzw. Verbundnetz Gas für eine stabile und zuverlässige Gasversorgung in Ostdeutschland.

Warum Leipzig?

Der Vorgänger der VNG wurde in Leipzig gegründet. Nicht ohne Grund, denn Leipzig ist damals das Zentrum der ostdeutschen Energie- und Gaswirtschaft. Hier arbeiten bereits mehrere Betriebe an der Ferngasversorgung bzw. im Ferngasleitungsbau. Außerdem ist hier das Institut für Energetik und eine Fachschule für Gastechnik angesiedelt, das für den notwendigen Ingenieursnachwuchs sorgt.

Warum Verbundnetz?

Die TLFG konzipierte ein Versorgungssystem für die damalige DDR, das als Ring- bzw. Verbundsystem ausgelegt war. Verbundnetze werden von einer oder mehrerer Stellen aus gespeist. Das erhöht die Versorungssicherheit im Falle eines technischen Defekts, da Verbraucher von zwei Seiten versorgt werden können.

Das Erdgaszeitalter in Ostdeutschland beginn

VNG betreibt das Ferngasnetz und importiert sowjetisches Erdgas für die DDR

Ab 1972 beginnen die DDR und die damalige ČSSR, die Erdgasleitung „Nordlicht“ zu bauen. Über sie sollen die 1968 im Liefervertrag vereinbarten Mengen – ab 1975 immerhin 3 Milliarden Kubikmeter – strömen.

Für die Abwicklung der Liefer- und Transportbeziehungen mit der Sowjetunion und der ČSSR wird der VEB Verbundnetz Gas 1972 vom Ministerium für Außenhandel als Importbetrieb eingesetzt. Lediglich die Preise, Mengen und Termine für die Lieferung kann der VNG-Vorgänger nicht verhandeln. Diese Aufgabe bleibt beim Ministerium.

Am 1. Mai 1973 strömt erstmals Erdgas aus der Sowjetunion über die Grenze in die DDR. Der VEB Verbundnetz Gas übernimmt die Mengen bei Uzgorod/ Velke Kapusany an der ukrainisch-slowakischen Grenze und transportiert sie auf Grundlage langfristiger Transitverträge durch die ehemalige ČSSR nach Sayda im Erzgebirge. Dort werden sie in das Import-Erdgas-(IEG)-System eingespeist. Ab Oktober 1973 beginnt auch der Bau der Verdichterstation Sayda. Sie gehört zum Leitungsnetz des VEB Verbundnetz Gas und ist heute eine Station der VNG-Tochtergesellschaft ONTRAS. Nur wenig später wurde auch Westdeutschland mit russischem Erdgas versorgt.

VNG wandelt sich damit wieder erfolgreich – zum Gastransport und zur Gasspeicherung kommen neue Importaufgaben hinzu. Auch bei den nachfolgenden Gaslieferabkommen mit der Sowjetunion, darunter 1982 das „Urengoi-Abkommen“ und 1986 das „Jamburg-Abkommens“, bleibt der VEB Verbundnetz Gas für die Erdgaslieferungen zuständig.

Im Höllentempo vom Betrieb zum Unternehmen

Die Verbundnetz Gas AG wird gegründet und entwickelt sich schnell zum ostdeutschen Pionier der Marktwirtschaft.

Die Zeit zwischen Friedlichen Revolution im Herbst 1989 und Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist eine turbulente Zeit. Neben dem gesellschaftlichen Wandel ist es vor allem für die DDR-Betriebe ein wirtschaftlicher Umbruch und völliger Neubeginn. VNG ist damals eines der ersten Unternehmen, dem der Wandel erfolgreich gelingt. Als Pionier der Marktwirtschaft schreibt sie damit ein Stück ostdeutsche Wirtschaftsgeschichte.

Die Voraussetzungen für die erfolgreiche Transformation bringt der VEB Verbundnetz Gas von Haus aus mit. Er ist mit seinen rund 1.600 Mitarbeitern Eigentümer des 8400 Kilometer langen Ferngassystems für Stadtgas und Erdgas. Dazu gehörten auch sieben Untergrundgasspeicher und sieben Verdichteranlagen. Das erst in den 1970er und 1980er Jahren ausgebaute Erdgassystem befindet sich in einem guten Zustand. Außerdem verantwortet er den Import von sowjetischem Erdgas. Als „Perle“ des Gaskombinats Schwarze Pumpe stellte der VEB Verbundnetz Gas damit den modernsten Teil der Gaswirtschaft in Ostdeutschland.

Auf dem Weg in die Marktwirtschaft legt der Betrieb ein „Höllentempo“ vor, wie es in der ersten Ausgabe der Unternehmenszeitung heißt. Bereits Anfang 1990 werden erste Gespräche mit der westdeutschen Ruhrgas geführt, im April 1990 folgt die Ausgliederung aus dem Kombinat Schwarze Pumpe, parallel geht die interne Umstrukturierung voran. Gasbeschaffung und Gasabsatz, beide Bereiche sind noch im Gaskombinat Schwarze Pumpe separat organisiert, werden in die VNG integriert. Damit übernimmt sie auch alle zugehörigen Einkaufs-, Transit- und Verkaufsverträge für Erdgas. Aufgebaut werden außerdem neue Bereiche für Kaufmännisches, Vertrieb, Marketing und Recht. Und: VNG beginnt damit, Investitionen erstmals langfristig zu planen. Alle Veränderungen laufen unter einem Motto: VNG muss das Erscheinungsbild eines Betriebes in das eines Unternehmens wandeln, vom Verteiler zum Gasverkäufer werden und betriebswirtschaftlich denken und handeln. Unterstützung gibt es in der Anfangszeit von der Ruhrgas AG (später E.ON, heute existiert das Unternehmen nicht mehr) und der BEB.

Bereits am 29.6.1990, also zwei Tage vor dem Inkrafttreten der Wirtschafts- und Währungsunion, wird der ehemalige VEB Verbundnetz Gas in eine Aktiengesellschaft in Gründung umgewandelt. Am 30. Juli 1990 erfolgte die Eintragung der VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft mit Sitz in Leipzig in das Handelsregister – die Abkürzung VNG erscheint damit erstmals im Namen des Unternehmens.

Gratulation zum 60. Firmenjubiläum

«Herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag VNG! Mit 10 Milliarden Euro Umsatz und über 1.000 Mitarbeitern sind sie ein wirkliches Schwergewicht im Freistaat Sachsen. Wir freuen uns sehr darüber und wünschen auch für die nächsten Jahrzehnte alles Gute!»

Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen

«Vor 60 Jahren wurde die NASA gegründet und natürlich die VNG. Die VNG hat es nicht auf den Mond geschafft, aber dafür an die Spitze der deutschen Gaswirtschaft. Ich gratuliere ganz herzlich zum Jubiläum.»

Dr. Timm Kehler, Vorstand des Branchenverbands Zukunft ERDGAS

«Herzlichen Glückwunsch, alles alles Gute zum großen 60. Geburtstag! VNG ist ein klasse Unternehmen, das größte Ostdeutschlands. Wir sind froh, dass wir sie in Leipzig an Bord haben.»

Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig

«Die VNG feiert ihren 60. Geburtstag! Dazu gratulieren von ganzen Herzen Gewandhaus-Kapellmeister Andris Nelsons, das Gewandhausorchester und das Gewandhaus. Wir sind froh und dankbar, dass die VNG schon seit über 20 Jahren ein so wichtiger Partner für unser Orchester ist.»

Prof. Andreas Schulz, Intendant am Gewandhaus zu Leipzig

«60 Jahre VNG heißt für uns vor allem 60 Jahre positive Energie und menschliche Wärme. Herzlichen Glückwunsch, wir wünschen, dass das weiter so bleibt!»

Michael M. Theiß, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Gruppe

«Ich möchte Ihnen ebenso herzlich zu Ihrem runden 60. Geburtstag dieses stolzen Unternehmens gratulieren. Wir freuen uns sehr, dass wir Sie als starken Partner im Gasgeschäft an unserer Seite wissen und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit in der Zukunft.»

Dr. Frank Mastiaux, CEO der EnBW AG

«Wirtschaft und Wissenschaft ist eine gute Verbindung. Ich gratuliere der VNG herzlich zum 60., wünsche weiterhin viel Erfolg für die Zukunft und freue mich auf die künftige Zusammenarbeit.»

Prof. Dr.-Ing. Michael Kubessa, Professur für Ver- und Entsorgungstechnik an der HTWK Leipzig

«Liebe VNG, herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag! Vielen Dank für die Unterstützung und auf die nächsten 60 Jahre. Euer CLOUD & HEAT-Team.»

Nicolas Röhrs, Geschäftsführer der CLOUD & HEAT Technologies GmbH